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Corona-Update

Die Kita Vahlhausen ist vorbereitet: zum aktuellen Sicherheitskonzept gehören Schnelltests, Impfungen und Luftfilter.

Die Mitarbeiter*innen werden zweimal in der Woche getestet (montags & mittwochs). Die Schelltests werden von Fachkräften, einer Krankenschwester und einer Ärztin aus dem Vereinsvorstand durchgeführt. Zudem können sich Mitarbeiter*innen, externe Dienstleister*innen und Helfer*innen aus der Kita zur Impfung anmelden, einige sind bereits durchgeführt.

Ein besonderer Aspekt: Der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte im Kreis Lippe hat für die Kita 10 große Luftfilter bestellt, die nun in allen Gruppen- und Therapieräumen installiert werden.

 

Und weil die Kita Vahlhausen weiterhin Optimismus versprühen möchte, hier ein paar Gedanken einer Außenstehenden:

Corona! Selten war mir ein Wort so neu, selten hat mich ein Wort so verunsichert, selten hat ein Wort so viel Veränderung gebracht, selten habe ich ein Wort so oft sprechen hören. So oft. So unendlich oft. Jeden einzelnen Buchstaben habe ich verinnerlicht.

Ich erinnere mich noch genau an den Tag, als ich das Wort Corona zum ersten Mal hörte, jedenfalls das erste Mal bewusst wahrnahm. Ich saß im Wartezimmer meines Zahnarztes und schaute Nachrichten. Mein Zahnarzt besitzt so ein neumodernes Wartezimmer, in dem ein Bildschirm hängt auf dem die Wartenden das aktuelle Fernseh-Programm verfolgen können; anstelle von Boulevard-Magazinen, ausgebreitet auf einem kleinen Tisch, so wie in jedem anderen Wartezimmer auch.     Aber zurück zu dem Wort. Eilmeldungen, Alarm-Nachrichten, beunruhigende Prognosen gewitterten auf diesem Bildschirm. Ich verstand immer nur Corona, von allen Seiten prasselte dieses Wort ein. Die Wartenden schauten sich fragend an. Dass was wir verstanden, verstanden wir nicht.

Heute, ein Jahr später, habe ich verstanden. Jedenfalls so viel, wie ich verstehen kann. Seit einem Jahr läuft nichts so, wie wir es gewohnt sind. Seit einem Jahr arbeiten wir von zu Hause, müssen Geschäfte schließen, Restaurants dürfen nicht öffnen, Kulturveranstaltungen müssen warten, die Gesichter anderer Menschen, sehen wir bloß noch versteckt unter einer Maske, Familienangehörige dürfen wir nicht sehen, Puzzeln und Spazierengehen ist unsere neue Leidenschaft geworden und Einkaufen gehen gehört zu der aufregendsten Aktivität unserer Woche. Wir lernen, wir müssen uns und andere schützen. Dieses Wort Corona wird nicht leiser. Überall wo wir hingehen, ankommen, stehenbleiben, ist dieses Wort. Überall wird davon geträumt, was wir alles machen würden, wenn das Wörtchen Corona nicht wäre. Es ist so laut und penetrant, dass wir uns beinahe daran gewöhnen. Aber das dürfen wir nicht. Das dürfen wir nicht. Das Wort darf und soll weiterhin ein Fremdwort bleiben, so finde ich.

Für mich gibt es allerdings ein Ort, an dem das Wort Corona leiser wird: in der Kita Vahlhausen. Sobald ich in dem Eingangsbereich stehe, höre ich lautes Lachen, grunzendes Schreien, viele kleine Schritte, Hände, die ineinander klatschen. Ich höre Geräusche, die an so vielen anderen Orten so leise geworden sind, beinahe verschwunden. Das Wort Corona nimmt diesen Geräuschen, die uns eigentlich begleiten sollten, den Raum weg. Aber hier, in der Kita Vahlhausen, ist es laut, schrill, bunt, mutig, bewegt, voll und so, wie ich es eigentlich gewohnt bin. Hier ist bloß eines leise: Corona.

Corona ist in der Kita Vahlhausen nicht etwa deshalb leise, weil sich hier niemand an die Corona-Schutzverordnung – im Übrigen ein zweites, neu gewonnenes, sehr dominantes Wort! – hält. Nein. Hier läuft alles nach Anweisung. Das Wort Corona wird hier genauso wichtig genommen, wie an allen anderen Orten auch, aber hier werden alle anderen Worte dadurch nicht kleiner, nicht plötzlich weniger wichtig, sie bleiben!

Am Ende des Tages stelle ich fest: Corona ist in der Kita Vahlhausen nicht leiser als an anderen Orten, sondern alles andere ist nur laut geblieben. Ich bin jedes Mal dankbar für diese kleine Pause von dem Wörtchen Corona und für die vielen, vielen anderen Worte, die mich daran erinnern, wie es einmal war und wieder sein wird. 

Danke.