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Die „Kapitänsgruppe" stellt sich vor

Immer wieder betreuen wir Kinder in unserer Einrichtung, die nicht sprechen können, die aber ein gutes Sprachverständnis haben. Wenn man sich in deren Situation hineinversetzt fällt es nicht schwer sich vorzustellen, wie frustrierend es ist, wenn man den anderen etwas mitteilen will, dies aber nicht durch gesprochene Sprachen ausdrücken kann. 

Um den nicht-sprechenden Kindern eine Chance zur Kommunikation zu geben, begleiten wir unsere Alltagssprache mit Gebärden aus der deutschen Gebärdensprache. Dabei ist es wichtig, dass aber auch das gesamte Umfeld, Familie, Kindergarten, Freunde, diese „Sprache“ verstehen können.  Aus diesem Grund trifft sich die, von den Kindern selbst so genannte „Kapitänsgruppe“ in der Turnhalle.

Toll ist, dass so viele Kinder daran teilnehmen wollen, sodass demnächst eine zweite Gruppe starten kann. Hier lernen Kinder mit und ohne Handicap spielerisch die wichtigsten Alltagsbegriffe in „gebärdisch“. Abgesehen von dem Spaß, den die Kinder dabei und miteinander haben, ist es ein gutes Training für das Gehirn.  Das Sprachzentrum und das Zentrum, welches für die Symbolerkennung zuständig ist, liegen beieinander und werden stimuliert. So unterstützt die Gebärdensprache einerseits das Erlernen der gesprochenen Sprache  und ist andererseits eine gute Alternative zur Kommunikation für nicht-sprechende Menschen.